Aktuelle Konditionen

Auch in Zeiten des momentanen Zinstiefs will die Baufinanzierung gut durchdacht sein. Eine sorgfältige Analyse aller relevanten Faktoren ist deshalb angebracht.

Die Baufinanzierungskonditionen der Geschäftsbanken

Wie ein Recherche auf den einschlägigen Zinsvergleichsplattformen im Internet unschwer zu Tage fördert, sind Baukredite momentan zeitlos günstig. So verlangen Geschäftsbanken für einen zehnjährigen Baukredit über 150000 Euro teilweise weniger als 1 Prozent Jahreszins. Eine 15-jährige Zinsbindung für die gleiche Summe ist bereits ab 1,6 Prozent Jahreszins erhältlich. Diverse Landesbodenkreditanstalten bieten insbesondere jüngeren Familien mittlerer Einkommenssituation noch günstigere Konditionen der Baufinanzierung. Der dahinterstehende Gedanken bei diesen halbstaatlichen Institutionen ist, dass man aus sozialen Gründen den Immobilienerwerb für Familien normalen Einkommens durch besonders günstige Zinskonditionen erleichtern will. Doch aufgepasst, längst nicht jeder kommt in den Genuss einer günstigen Baufinanzierung.

Die Baufinanzierungskonditionen und ihre Abhängigkeit von unterschiedlichen Faktoren

Finanzierung eines neuen HausesBesonders bevorzugt, wenn es um eine günstige Baufinanzierung geht, sind Staatsangestellte, und hier insbesondere gänzlich unkündbare Beamte. Die Logik dahinter ist, dass dieser Personenkreis kaum arbeitslos werden dürfte und deshalb zur Begleichung seiner Hypotheken problemlos in der Lage sein dürfte. Diese Sicherheit belohnen die Banken mit besonders günstigen Konditionen. Schlechtere Karten hingegen haben Selbständige, Kleinverdiener oder gar Arbeitslose. Wenn sie überhaupt einen Kredit erhalten, müssen sie oft Jahreszinssätze von um die 4 Prozent oder höher in Kauf nehmen. Ein wesentlicher Faktor ist auch, ob jemand bereits Sicherheiten oder einen höheren Prozentsatz an Eigenkapital für das Bauvorhaben beziehungsweise Renovierungsvorhaben mitbringt. Liegen derartiges Eigenkapital beziehungsweise Sicherheiten vor, wirkt dies zinssenkend. Immer mehr Kreditinstitute berücksichtigen auch die Lage der Immobilie. Dies hat drei Gründe. Zum einen interessiert es die Kreditinstitute, ob in einer Kommune mit tendenziell steigenden Immobilienpreisen oder tendenziell fallenden Immobilienpreisen gebaut werden soll. Weist die Kommune steigende Immobilienpreise auf, so stellt das für die Bank eine gute Sicherheit da. Zum anderen untersuchen Banken aber auch, ob in einer Kommune die Ausfallhäufigkeit von Baukrediten hoch, niedrig oder mittel ist. Jemand, der in einer Kommune mit statistisch niedriger Ausfallhäufigkeit bauen will, hat deshalb gute Chancen auf eine günstige Baufinanzierung. Abschliessend fällt ins Gewicht, ob eine Wohngegend besonders oft von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen heimgesucht wird. Bauherren, deren neuerworbene Immobilie gerade durch eine Überschwemmung schwer beschädigt wurde, könnten ja Schwierigkeiten haben ihren Baukredit zurückzuzahlen.

Fazit

Baugeld ist momentan zwar günstig. Gleichwohl will gut überlegt werden, wo gebaut werden soll, und welcher Baufinanzierer der geeignetste ist. Eine einführende Recherche auf einer Zinsvergleichsplattform im Internet gehört diesbezüglich zum vorbereitenden
Standardprogramm.

Mecklenburg-Vorpommern - Das grüne Bundesland an der See

Geographie

Der Strand von Mecklemburg VorpommernMecklenburg-Vorpommern besitzt eine Gesamtfläche von 23.211 km². Es erstreckt sich entlang der Ostseeküstenebene von der Lübecker Bucht im Westen über die Darß-Halbinsel bis zur Stettiner Haff im Osten Sein Hinterland erstreckt sich im Süden bis zur unteren Elbe im Westen und jenseits der Quellen der Havel und fast bis zur Oder im Osten. Ein Großteil der Flüsse Mecklenburg-Vorpommerns münden in die Ostsee. Die Landschaft der Region wurde größtenteils von Gletscherkräften geprägt, die das schöne Hügelland und tief liegende Ländereien hervorbrachten, die jetzt mit Feuchtgebieten, Seen und mäandernden Bächen bestückt sind. Fast zwei Drittel des Bundeslandes sind von Ackerland und etwa ein Fünftel von Wald bedeckt.

Der zentrale Teil von Mecklenburg-Vorpommern wird von Westen nach Osten durch ein Plateau von hügeligem Land durch fruchtbaren Boden und Buchenwäldern durchzogen. Das Land besitzt mehr als 1.700 Seen, darunter die Müritz im Süden, der größte See in Deutschlands, der vollständig innerhalb des Staates liegt. Der Südwesten zwischen Plateau und Elbe besteht aus Sandböden, Pinienwäldern und sumpfigen Tälern. Im Norden weist das Plateau Lehmböden auf. Entlang der Küste wechseln sich steil abfallende Klippen mit Stränden und Dünen ab. Im Nordosten des Landes befinden sich die beiden größten Inseln Deutschlands, Rügen und Usedom, die vor allem für enorm hohem Kreidefelsen an der Ostsee bekannt sind.

Mecklenburg-Vorpommern liegt in der Nordeuropäischen Tiefebene und hat ein gemäßigtes Klima, das hauptsächlich vom Atlantik und der Ostsee beeinflusst wird.

Demographie

Mecklenburg-Vorpommern ist eins der am dünnsten besiedelten Bundesländer Deutschlands. Die Einwohnerzahl beträgt 1.612.362 (Stand Dezember 2015). Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 69 Einwohnern pro km². Die Bevölkerung besteht größtenteils aus ethnischen Deutschen, enthält keine bedeutende indigene ethnische Minderheit und hat eine sehr kleine Einwandererpopulation. Die Einwohnerzahl von Mecklenburg-Vorpommern ist seit 1987 rückläufig, sowohl wegen der niedrigen Geburtenraten als auch infolge der Nettoabwanderung. Die bedeutendsten städtischen Zentren des Bundeslandes - Rostock, Schwerin und Neubrandenburg - sind im Vergleich zu Städten in anderen Bundesländern relativ klein.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft in Meck-PommDie Landwirtschaft, einst ein relativ bedeutender Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern, hat heutzutage an Relevanz verloren. Die landwirtschaftliche Produktion macht nur einen geringen Prozentsatz der Wirtschaftsleistung und -beschäftigung des Landes aus, wobei ländlichen Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern dennoch mehr von der Landwirtschaft Lebensweise geprägt sind, als die meisten anderen Teile Deutschlands. Die Hauptkulturen sind Roggen, Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Kartoffeln und Heu. Auch Mais und Erbsen werden angebaut. Zudem gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Deutschlands führenden Rapsproduzenten. Die Weiden der Region unterstützen Schaf-, Pferde- und Rinderherden, die Milch für die Herstellung von Butter und Käse liefern. Ein weiterer Wirtschaftszweig ist die Fischerei in den Binnenseen und der Ostsee.

Wirtschaft

Wie in allen anderen Teilen Ostdeutschlands hat sich die mecklenburg-westpommersche Wirtschaft nach der deutschen Vereinigung 1990 grundlegend verändert. Die Beschäftigung ist stark zurückgegangen und trotz hoher Abwanderung hielt sich die Arbeitslosenquote in den folgenden Jahren noch ziemlich hoch. Heutzutage liegt diese bei 8,1 Prozent.

Das Bundesland ist, verglichen an deutschen Maßstäben, wirtschaftlich relativ schwach. Das liegt wohl daran, dass es durch mehrere Faktoren benachteiligt wird, wie zum Beispiel das Fehlen einer wichtigen Produktionsbasis und bedeutender industrieller Ressourcen, dem Mangel an Großstädten mit erheblichen Konzentrationen von Dienstleistungsaktivitäten, einem Mangel an guten Schienen- und Autobahnverbindungen mit anderen Regionen und einem relativ schlechten Marktstandort in Deutschland und Europa. Der ziemlich schwache verarbeitende Sektor liegt eher diversifiziert vor. Eine der größten Zweige dieses Sektors ist der Schiffsbau. Schiffe werden in Rostock und dessen Außenstelle Warnemünde sowie in Stralsund, Wismar und Wolgast gebaut. Diese Städte sind auch Häfen, ebenso wie Mukran und Sassnitz auf der Insel Rügen.

Geschichte

Die GeschichteDas Bundesland Mecklenburg-Vorpommern entstand aus dem Zusammenschluss der historischen Region Mecklenburgs und den westlichen Teilen von Pommern. Germanische Stämme hatten sich in diesem Gebiet bis zum Jahr 500 niedergelassen, wurden jedoch von den Slawen vertrieben, bevor die Germanen das Gebiet als Teil einer allgemeinen Bewegung nach Osten besiedelten. In Mecklenburg wurde eine Dynastie im Jahre 1160 gegründet. Die Herzöge der Region wurden 1348 zum Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, worauf das Gebiet jahrhundertelang von Herzogtümern mit wechselnden Territorialkonfigurationen dominiert wurde. In Pommern ging auch die Germanisierung vor, obwohl polnische Herzöge bis 1637 herrschten, worauf ein großer Teil Pommerns unter die Herrschaft von Brandenburg und Preußen kam. Viele Städte in Mecklenburg und Pommern blühten im Mittelalter in Verbindung mit dem Handel innerhalb der Hanse auf. Von 1700 bis 1934 wurde Mecklenburg als zwei Herzogtümer, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, regiert. Von 1648 bis 1803 hielten die Schweden Wismar und Territorium sowie Teile von Vorpommern von 1648 bis 1815, bevor die Gebiete Teil von Preußen wurden. Der Großteil von Pommern ging nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen über, aber Westpommern, zusammen mit Mecklenburg, wurde Teil des sowjetisch besetzten Deutschlands und dann Teil der sowjetdominierten DDR. Der heutige Staat wurde kurz vor der Vereinigung von Ost- und Westdeutschland im Jahr 1990 aus den DDR-Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg neu geschaffen.